Buchclub 009A – Aftermath: Empire’s End

Rache ist ein Gericht, das am besten spät und auf komplizierten Umwegen serviert wird, vergleichbar mit dieser zweiteiligen Buchclub-Folge.

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BUCHCLUB 009A

“Die verzögerte Sicherheitsrache der Sith”

Zum dritten und letzten Mal widmen wir uns Chuck Wendigs umstrittener Post-Endor-Trilogie, deren Finale Empire’s End sein Ensemble in die Schlacht um Jakku führt, und damit auch zum titelgebenden Kanon-Großereignis. Wir diskutieren, ob der Roman allen Erwartungen/Befürchtungen gerecht werden kann, versuchen ein Fazit zum Experiment „Interludes“ und schauen uns nach zukünftigen Jobs/Fluchtwegen für Wendig um.

In-universe grübeln wir über die Ursprünge der First Order und die Zukunft gewisser imperialer Figuren, und besuchen schließlich unsere alten Freunde, die Acolytes of the Beyond. Außerdem dabei: Euer Feedback zu Aftermath und den Rogue One Veröffentlichungen der letzten Folge. (Nochmal vielen Dank – und wenn ihr schon was zu Thrawn habt, immer her damit!)

INHALT

0:00:00 – Main Title & nichts Neues von der Buchfront
0:06:02 – Aftermath: Empire’s End (Chuck Wendig)
2:01:18 – Hörerfeedback & Finale

Spoiler-Warnung für praktisch die gesamte Folge bezüglich Empire’s End – plus im Feedback kurz für Bloodline, wobei das Schicksal besagter Figur technisch gesehen ungeklärt ist und erst geglaubt wird, wenn wir es sehen. Ächem.

Nicht wundern: Die Comic-Sektion ist diesmal ihre eigene Folge.

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Cover: Es war ein Versuch. Das Layout verlangt ein Cover.
– Rezension zu Empire’s End auf Byzantiners Bücherblog
– Twitter: Sissi, Max & Tim

Von | 2017-05-08T22:38:50+00:00 8. Mai, 2017|Buchclub, Bücher, Konsum, Podcasts|3 Kommentare

Über den Autor:

Tim ist der zentrale, missverstandene Antagonist von Radio Tatooine. In seinen Träumen moderiert er einen Buchclub.
  • Ich habe überlegt, wie ich es höflicher sagen soll, aber der Byzantiner senkt die Qualität eurer Diskussion enorm.

    • Ingo Treder

      Ich weiß nicht, wie ich es höflicher sagen soll, aber ich habe selten so einen Blödsinn gelesen. Der Byzantiner ist, nicht nur auf Grund seines fundierten Wissens, eine absolute Bereicherung für die Buchclub-Episoden.

  • Mara_Jade

    Hallo zusammen,

    danke für diese gelungene Folge zu einem nicht gelungenen Buch! 😉 Wie so oft habt ihr (v.a. Tim) es geschafft, einige meiner vagen Gefühle beim Lesen klar in Worte zu fassen. Das Bild mit dem Telefongespräch einer emotional aufgewühlten Person, das man nicht mithören will, fand ich sehr passend, um das Problem der emotionalen Wendig-Szenen & -Figuren zu veranschaulichen. Wobei für mich persönlich zu diesem Bild auf jeden Fall noch der Faktor dazukommt, dass die emotional aufgewühlte Person aus eigener Dämlichkeit in der Klemme steckt und sich jetzt über die schlimme Situation beschwert (z.B. dreimal wieder mit einem Ex-Partner zusammengekommen, der einen vorher betrogen hat, o.ä.). Und man selbst sitzt daneben, hat kein Mitleid, rollt mit den Augen und denkt sich „Selbst schuld!“ Das beschreibt eigentlich ganz gut, wie ich mich beim Lesen von „Empire’s End“ gefühlt habe.

    Was Wendig und das Thema Kurzgeschichten angeht, stimme ich euch zu. Schon seit dem ersten Aftermath-Band vertrete ich die Meinung, dass man diesen als Sammlung von Kurzgeschichten (den Interludes) hätte verkaufen sollen. Die Haupthandlung ist unnötig und, wie schon oft von mir betont, einfach nur schlecht – gerade weil Wendig keine langfristigen Charakterentwicklungen schreiben kann. Aber die Interludes an sich sind gar nicht schlecht und als kleine, in sich abgeschlossene Geschichten sind viele interessant, da sie uns eine Vielzahl an Perspektiven auf die Zeit kurz nach Endor bieten. Das Problem lag für mich nur darin, dass ich mir von diesen Interludes als Teil einer Trilogie einen Bezug zur Haupthandlung erwartet hätte – v.a. wenn diverse Interludes mehrfach über die Trilogie verteilt auftauchen. Außerdem stören die Interludes auch immer den Handlungsfluss: Wenn ich gerade in der Haupthandlung bin und etwas spannend ist, dann will ich nicht zwischendrin irgendwelche Häppchen über den Zustand der Galaxie serviert bekommen, sondern den Fortgang der Haupthandlung. Wären die Interludes von Anfang an als eigenständige Kurzgeschichten deklariert und in einem Band veröffentlicht worden, hätte ich das wahrscheinlich ziemlich gut gefunden. Auch der Titel „Aftermath“ (of Endor) hätte dann eigentlich viel besser gepasst. Man hätte als Konzept des Kurzgeschichtenbandes z.B. haben können: Der Tag nach der Schlacht von Endor aus der Sicht der unterschiedlichsten Figuren auf verschiedenen Planeten. Das wäre super-interessant gewesen! 🙂 Ich bin übrigens gespannt, was Wendig aus seinem Beitrag zu „Star Wars from a certain point of view“ macht, da wird er dann ja auch eine Kurzgeschichte schreiben.

    Ich habe mich auch gefreut, dass ihr noch auf meine Meinung zu Lyra in „Catalyst“ eingegangen seid. Auch ich hatte den Eindruck, dass Lyra besser in Catalyst hätte sterben sollen. Ich weiß noch, dass ich, als ich das Buch im November gelesen habe, fest davon ausgegangen bin, dass Lyra das Buch nicht überlebt. Ich erwartete, dass ihr Tod am Ende des Buches der traurige Höhepunkt sein würde und sie in Rogue One dann nur in einem Flashback auftauchen würde. Das hätte „Catalyst“ evtl. mehr Fokus und Spannung gegeben. Für „Rogue One“ an sich wäre Lyras Auftauchen, wenn man sie dann sowieso töten will, nicht wirklich nötig, da auch die Verschleppung von Galen für Jyn als Kind traumatisierend genug gewesen wäre. Sissis Alternativvorschlag mit Lyra als der Todesstern-Wissenschaftlerin finde ich auch sehr spannend und das hätte durchaus Potential. „Star Wars“ bewegt sich zwar mit den weiblichen Hauptfiguren in eine gute Richtung, aber solange diese ansonsten fast nur mit Männern interagieren, ist da noch viel Luft nach oben, was spannende Frauenrollen angeht. Und dieses „Die Mutterfigur muss sterben, mit der können wir nichts
    anderes anfangen als den Protagonisten mit ihrem Tod zu
    traumatisieren“-Syndrom darf auch gerne eingemottet werden. Gerade mit Lyra als Wissenschaftlerin wurden da leider viele Möglichkeiten verschenkt.

    So, dann freue ich mich mal auf das Comic-Spinoff (obwohl ich bei Comics längst nicht so auf dem Laufenden und involviert bin wie bei Romanen) und dann hoffentlich bald auf die Folge zu „Thrawn“. Meine Meinung zu „Rebel Rising“ und „Guardians of the Whills“, die ich beide auch schon durch habe, poste ich bei Gelegenheit.

    LG
    Mara_Jade